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Domark® 10 EC

Formulierung: Emulsionskonzentrat
Wirkstoff: 100 g/l (10,6 Gew.-%) Tetraconazol
Gefahrensymbole: GHS07 (C-M-R Sensibilisierend TOST)
GHS08 (C-M-R Sensibilisierend)
GHS09 (Umweltgefährlich)
Zulassung
Nr. 004329-00

DOMARK 10 EC ist ein breit wirksames Fungizid mit systemischen Eigenschaften gegen pilzliche Krankheiten in Zuckerrüben und Weizen. Es wirkt sowohl vorbeugend als auch bei beginnendem Befall (Wirkungsdauer: mehrere Wochen).
Sicherheitsdatenblatt

VON DER ZULASSUNGSBEHÖRDE FESTGESETZTE ANWENDUNGSGEBIETE UND ANWENDUNGSBESTIMMUNGEN

PFLANZEN/OBJEKTE SCHADORGANISMUS/ZWECKBESTIMMUNG
Zuckerrübe
Echter Mehltau (Erysiphe betae), Ramularia-Blattflecken (Ramularia beticola), Cercospora beticola
Weizen
Echter Mehltau (Erysiphe graminis), Gelbrost (Puccinia striiformis), Braunrost (Puccinia recondita), Blatt- und Spelzenbräune (Septoria nodorum), Septoria-Blattdürre (Septoria tritici)

NW468: Anwendungsflüssigkeiten und deren Reste, Mittel und dessen Reste, entleerte Behältnisse oder Packungen sowie Reinigungs- und Spülflüssigkeiten nicht in Gewässer gelangen lassen. Dies gilt auch für indirekte Einträge über die Kanalisation, Hof- und Straßenabläufe sowie Regen- und Abwasserkanäle.

Anwendung

ACKERBAU

Weizen
Individuelle Texteingabe: Gegen Echten Mehltau, Gelbrost, Braunrost, Blatt- und Spelzenbräune, Septoria-Blattdürre: 1,25 l/ha
spritzen in 200 - 400 l/ha Wasser, Anwendungszeitpunkt: Ab Frühjahr bei Befallsbeginn bzw. bei
Sichtbarwerden der ersten Symptome, Kulturstadium: Von 5 Bestockungstriebe sichtbar bis Beginn der Blüte: Erste Staubgefäße werden sichtbar (BBCH 25 - 61). Max. 2 Anwendungen in der Kultur bzw. pro Jahr.

Zuckerrübe
Individuelle Texteingabe: Gegen Cercospora beticola, Ramularia-Blattflecken, Echten Mehltau: 1 l/ha
spritzen in 200 - 400 l/ha Wasser, Anwendungszeitpunkt: Bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden derersten Symptome, Kulturstadium: Bis Rübenkörper erntefähige Größe erreicht hat (bis BBCH 49). Max. 2 Anwendungen in der Kultur bzw. je Jahr im Abstand von 21 bis 28 Tagen.
Hinweis: Ein früher, vorbeugender Einsatz erzielt die besten Wirkungsergebnisse gegen Echten Mehltau.

Wirkungsmechanismus (FRAC-Gruppe): G1


Pflanzenverträglichkeit
DOMARK 10 EC weist in der empfohlenen Aufwandmenge eine gute Verträglichkeit von allen Weizen- und Zuckerrübensorten auf. Dennoch können sortenabhängig im Weizen vorübergehende Blattaufhellungen, z.B. bei trockenem und heißem Wetter auftreten, die aber keine Ertragseinbußen zur Folge haben. Zusätzlich können sortenabhängig Effekte wie Aufhellung und Bräunung der Blattspitzen verstärkt sein.

Anwendungstechnik

Ansetzen der Spritzbrühe
Nur technisch einwandfreie, geprüfte Spritztechnik einsetzen. Immer nur so viel Spritzbrühe ansetzen, wie gebraucht wird. Überdosierungen und Abdrift sind zu vermeiden. Auf gute und gleichmäßige Verteilung achten, evtl. Gerät auf Prüfstand überprüfen. Technisch bedingte Restmengen der Spritzbrühe im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnen und bei laufendem Rührwerk auf der behandelten Fläche spritzen. Spritzbrühmengegemäß den Vorgaben der Gebrauchsanweisung. Spritztank mit 1/4 der erforderlichen Wassermenge füllen, Rührwerk einschalten (Nenndrehzahl) und DOMARK 10 EC bei eingeschaltetem Rührwerk zugeben. Den entleerten Kanister intensiv mit viel Wasser ausspülen und das Spülwasser der Spritzflüssigkeit zufügen. Den Rest der erforderlichen Wassermenge anschließend bei laufendem Rührwerk einfüllen. Bei laufendem Rührwerk umgehend nach Ansatz ausspritzen.

Mischbarkeit
DOMARK 10 EC ist mit gängigen Fungiziden, Insektiziden und Akariziden mischbar. Bitte beachten Sie dabei, daß eine Wassertemperatur von unter 10 °C die Mischbarkeit von DOMARK 10 EC mit anderen Produkten beeinträchtigen kann. Da wir nicht alle Tankmischungsmöglichkeiten voraussehen können, empfehlen wir jedoch vor dem Ersteinsatz in jedem Fall einen Vorversuch zur physikalischen Mischbarkeit in einem getrennten Gefäß.

Ansetzen von Mischungen:
1. Spritztank zu ¼ bis ½ mit Wasser füllen.
2. DOMARK 10 EC dazugeben und durchrühren lassen.
3. Mischpartner hinzugeben.
4. Restliche Wassermenge bei laufendem Rührwerk auffüllen.

Vertreiber und Hersteller haften nicht für potentielle Schäden durch Tankmischungen. Bitte generell die Gebrauchsanleitung des Mischpartners beachten.

Reinigung
Nach Beendigung der Arbeit Spritzgerät und -leitungen gründlich mit Wasser (mit einem geeigneten Reinigungsmittel) spülen. Innen- und Außenreinigung auf dem Feld vornehmen. Das Spülwasser auf vorher behandelten Flächen ausspritzen. Insbesondere wenn mehrere Tankfüllungen mit Tankmischungspartnern ausgebracht wurden, muss das Arbeitsgerät spätestens am Ende des Arbeitstages gründlich gereinigt werden. Technisch unvermeidbare Restmengen im Verhältnis 1:10 verdünnen und auf der vorher behandelten Fläche ausbringen. Die Spülwassermenge für die Reinigung: ca. 10 - 20 % des Tankinhaltes. Das Rührwerk bei der Reinigung für 15 Minuten einschalten. Spülpumpe, Filter und Ausleger abspritzen, nachdem Siebe, Düsen und Schirme entfernt wurden (diese Teile sind separat zu reinigen). Bei der Gerätereinigung anfallendes Waschwasser nicht in die Kanalisation oder Gewässer gelangen lassen. Reinigungswasser auf der zuvor behandelten Fläche ausbringen. Nach der Lektüre der Reinigungsanweisungen aller Tankmischungspartner ist stets das strikteste der empfohlenen Verfahren anzuwenden.

Wartezeit

Ackerbau
Zuckerrübe: 28 Tage



Umweltverhalten

Bienen

NB6641: Das Mittel wird bis zu der höchsten durch die Zulassung festgelegten Aufwandmenge oder Anwendungskonzentration, falls eine Aufwandmenge nicht vorgesehen ist, als nichtbienengefährlich eingestuft (B4).


Nützlinge

NN130: Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen der Arten Pardosa amentata und palustris (Wolfspinnen) eingestuft.
NN165: Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen der Art Poecilus cupreus (Laufkäfer) eingestuft.
NN190: Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen der Art Syrphus corollae (Schwebfliege) eingestuft.
NN1842: Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen der Art Aphidius rhopalosiphi (Brackwespe) eingestuft.


Fische

NW264: Das Mittel ist giftig für Fische und Fischnährtiere.


Wasserpflanzen

NW265: Das Mittel ist giftig für höhere Wasserpflanzen.


Algen

NW262: Das Mittel ist giftig für Algen.


Entsorgungshinweis

Restentleerte und sorgfältig gespülte Verpackungen bitte bei den autorisierten Sammelstellen des IVA-Entsorgungskonzeptes (PAMIRA) abgeben. Detailierte Informationen zu Zeitpunkt und Ort der Sammlungen erhalten Sie von Ihrem Händler oder im Internet unter www.pamira.de. Produktreste in Originalverpackungen sind Sondermüll und bei den zuständigen Körperschaften anzuliefern. Weitere Hinweise und Auskünfte geben Stadt- oder Kreisverwaltung.


Lagerung

Getrennt von Lebens- und Futtermitteln, unzugänglich für Kinder und nur in der verschlossenen Originalpackung aufbewahren.


Transport
ADR Klasse: 9, PG: III, UN: 3082, LQ: 5L, LGK nach TRGS 510: 12

Anwenderschutz

Anwenderschutz
SP001: Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt ist die Gebrauchsanleitung einzuhalten.
SB001: Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen.
SB110: Die Richtlinie für die Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung im Pflanzenschutz "Persönliche Schutzausrüstung beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln" des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ist zu beachten.
SE110: Dicht abschließende Schutzbrille tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.
SS110: Universal-Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.
SS120: Universal-Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) tragen bei Ausbringung/Handhabung des anwendungsfertigen Mittels.
SS2101: Schutzanzug gegen Pflanzenschutzmittel und festes Schuhwerk (z.B. Gummistiefel) tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.
SS2202: Schutzanzug gegen Pflanzenschutzmittel und festes Schuhwerk (z.B. Gummistiefel) tragen bei der Ausbringung/Handhabung des anwendungsfertigen Mittels.


Erste Hilfe
- Allgemeine Hinweise: Mit Produkt verunreinigte Kleidungsstücke unverzüglich entfernen. Betroffene an die frische Luft bringen. Vergiftungssymptome können erst nach vielen Stunden auftreten, deshalb ärztliche Überwachung mindestens 48 Stunden nach einem Unfall.
- Nach Einatmen: Frischluft- oder Sauerstoffzufuhr; ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Bei Bewusstlosigkeit Lagerung und Transport in stabiler Seitenlage.
- Nach Hautkontakt: Verunreinigte Kleidung sofort ausziehen. Sofort mit Wasser und Seife abwaschen und gut nachspülen. Bei andauernder Hautreizung Arzt aufsuchen.
- Nach Augenkontakt: Augen bei geöffnetem Lidspalt mehrere Minuten unter fließendem Wasser abspülen und Arzt konsultieren.
- Nach Verschlucken: Kein Erbrechen herbeiführen, sofort Arzthilfe zuziehen und das Sicherheitsdatenblatt vorzeigen.

Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformation lesen.

Hinweise für den Arzt

- Wichtigste akute und verzögert auftretende Symptome und Wirkungen: Keine weiteren relevanten Informationen verfügbar.
- Hinweise auf ärztliche Soforthilfe oder Spezialbehandlung: Symptomatische Behandlung (Dekontamination, Vitalfunktionen), kein spezifisches Antidot bekannt. Magenspülung unter Zusatz von Aktivkohle bei Verschlucken.

Abpackung

4 x 5 l Art.Nr. 70011